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letra de ende - nnoc

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auszug aus meinem knast-tagebuch:
jva-bochum, 15. september 2013
krümmede, abteilung 17, zelle 4
auch wenn ich weiß, dass sie das hier lesen werden, ich will es sogar
ich hoffe, dass diesen schwanzlutschern richtig dabei einer abgeht
ich bin seid gestern mittag wieder auf meiner zelle
nagel ist nicht hier, keine ahnung wo er ist
diе anderen sagen, dass diе ihn kurz nach mir weg gebracht haben
da ich nicht wusste wie lange ich im bunker war, musste ich fragen
ahmed ist sich sicher, dass es genau 10 tagen waren
ich dachte er will mich verarschen
das muss länger gewesen sein. viel länger
ich meine, natürlich vergeht die zeit darin langsamer, aber nur 10 tage?
10 verschissene tage?!
das kam mir vor wie monate
monate in den ich auf diesem eiskalten fliesenboden gepennt
und in das stinkende drecksloch im boden geschissen habe
nur ein winziger hauch von licht, der unterhalb der tür durchschien
gerade genug um, die umrisse des raums, zu erkennen
monate in denen ich stille, das klopfen meines herzens, das rauschen meines blutes und mein atem mich fast wahnsinnig gemacht hätten
und dieser ekelhafte gestank
obwohl ich bereits duschen war, habe ich das gefühl, dass dieser räudige gestank immer noch an mir haftet
aber wie soll der auch weggehen, bei den genehmigten 2 minuten duschen mit eiskaltem wasser?
10 tage. lächerlich
ich weiß nicht wie lange ich’s das drin noch ausgehalten hätte
mir ist immer noch kalt
wärter hanke, dieser dreckige b-st-rd, schloß gerade ebend meine tür auf
damit ronny mir meine menage geben kann, und grinst mich dabei an
als wollte er mich fragen, ob’s spaß gemacht hat
am liebsten hätte ich ihn dieses scheiß grinsen aus seiner hässlichen fresse geschlagen
ihm einen der stühle über seine lächerlich glänzende glatze gezogen
wichser
egal, wie lange ich noch in diesem scheißladen bleiben muss
egal, wie oft und wohin sie mich noch verlegen werden
ich werde keines ihrer gesichter jemals vergessen
oder was sie mit mir gemacht haben
wie sie jeden von uns hier behandeln
die demütigung
diesen ekelhaften fraß, den nicht mal ein ausgehungerter straßenköter anrühren würde
die kontaktsperren
die hygienischen bedingungen
dieser gestank
dass sie mit uns machen können, was sie wollen und niemandem rechenschafft ablegen müssen
ihr monatlicher tag der offenen tür, wo sie zivilisten durch unsere abteilung führen und sie ermutigen auch gern durch die türspione zu gucken
in unsere zellen
wie im verfickten zoo!
als wären wir tiere
ich werde das alles niemals vergessen
ich weiß nicht was ich tun würde, wenn ich einen dieser beschissenen wärter in 3, 5, 10, oder wie viel jahren auch immer, in freiheit wieder sehen würde
vielleicht schlägt das karma auch von allein zurück und sie sterben alle bis dahin qualvoll an schwanzkrebs
aber für den fall, dass es nicht so ist, ist das einzige wovor ich angst habe…
ich meine, wirklich angst habe…
was ich dann tue
diese wichser haben mich nicht gebrochen, aber sie haben mich verändert
-nnoc

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